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Huntinamibia - NAPHA Info - Grußbotschaft des NAPHA-Präsidenten Es ist ein schmaler Grat

   
     
 
In diesem Jahr feiern wir das zehnjährige Jubiläum von Huntinamibia. Das Magazin hat sich seit seinem Bestehen als wichtigste Fachzeitschrift des hiesigen Jagdsektors etabliert und wird uns hoffentlich noch viele Jahrzehnte auf nationalen und internationalen Foren als Sprachrohr und Informationsquelle dieser Branche erhalten bleiben. Im Namen des namibischen Jagdsektors möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die zum Erfolg dieser Publikation beigetragen haben. Dazu gehören neben dem Personal von Venture Publications auch die Mitglieder des Verbands Namibischer Berufsjäger (NAPHA), die ihre Jagderlebnisse mit Lesern auf der ganzen Welt geteilt haben.

Wir wissen alle, wie schwierig es ist, über komplexe Themen wie die Jagd in einer verständlichen, interessanten und abwechslungsreichen Art und Weise zu schreiben und Geschichten so zu präsentieren, dass sie unterschiedliche Zielgruppen auf der ganzen Welt unterhaltsam finden. Dennoch ist es dank des unermüdlichen Einsatzes aller Beteiligten gelungen, Huntinamibia zu einer einflussreichen Zeitschrift zu machen, die hohes Ansehen genießt und sich zu Recht rühmen kann, ein glaubwürdiges Spiegelbild der hiesigen Jagdindustrie zu sein. Die NAPHA ist stolz darauf, während der vergangenen zehn Jahre eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Trophäen-Jagd gespielt zu haben, die zu einem wichtigen Segment der Tourismusindustrie geworden ist und als wichtiger Devisenbringer einen großen Teil zum Bruttoinlandsprodukt des Landes beisteuert.

In der ersten Ausgabe von Huntinamibia hat der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Tourismus, Tangeni Erkana, die NAPHA aufgerufen, sich verstärkt bei der Lösung von Problemen im Jagd-Sektor zu engagieren. Dabei nannte er unter anderem die Notwendigkeit, das Einkommensgefälle im Lande zu verringern und historisch benachteiligte Bewohner am Reichtum des Landes zu beteiligen. Im Bereich der Trophäen-Jagd sind dabei bereits beachtliche Fortschritte gemacht worden. So haben sich die Einnahmen, die kommunale Hegegebiete aus der Jagd erzeugen, von 500.000 Namibia-Dollar vor zehn Jahren auf zuletzt sechs Millionen Namibia-Dollar erhöht.

Ein weiterer Problembereich, den Erkana damals angesprochen hat, war die Sorge der Regierung über unethische Jagdpraktiken. Auch hier kann die NAPHA mit Zufriedenheit feststellen, dass wir im Rahmen einer Selbstregulierung auch diese Herausforderung über unser Ethik-Komitee erfolgreich angesprochen haben. Dasselbe gilt für den Appell der Regierung, mehr historisch benachteiligten Namibiern eine Beteiligung an der Jagdindustrie zu ermöglichen. Daraufhin hat die NAPHA die Gründung der ersten Jagdschule in Namibia initiiert. Außerdem haben wir in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Tourismus ein System entwickelt, nach dem professionelle Jagdführer und Berufsjäger beurteilt werden können, die zwar Analphabeten sind, aber in diesem Fachbereich gut ausgebildet und sehr erfahren sind.

Zahlreiche Namibier haben eine Ausbildung an der Eagle´s-Rock-Jagdschule absolviert, seit diese im Jahre 2002 von Volker Grellmann eröffnet wurde. Bei dem Institut handelt es sich aber nur um eine von vielen Fortbildungs-Initiativen der NAPHA. Vor kurzem haben wir ein Seminar für Neufarmer veranstaltet, bei dem angehende Landwirte mit der Wildfarmerei und der Trophäen-Jagd vertraut gemacht wurden.

In einem derart vielseitigen Land wie Namibia, in dem 14 verschiedene Vegetationszonen vorkommen, eine besonders große Vielfalt an Pflanzen und Tieren heimisch ist und ein sehr trockenes Klima herrscht, ist ein fürsorglicher Umgang mit den vorhandenen Wildbeständen von außerordentlicher Bedeutung. Aufgrund der wachsenden Popularität, die Namibia unter Trophäen-Jägern genießt, ist die Anzahl Jagdgäste hierzulande stark gestiegen. Wie bei jeder Pyramide ist das oberste Segment jedoch relativ klein. Deshalb bedarf es Zeit und Umsicht, bis eine gesunde Wildpopulation mit hoher Trophäen-Qualität herangewachsen ist. Als Nutznießer dieser Ressource ist es unsere Pflicht, diesen Wildbestand durch ethisches Jagdverhalten und professionelle Hege zu schützen.

Bei dem Versuch, den Unterschied zwischen Erhaltung und Bewahrung zu definieren, gibt es unterschiedliche Auffassungen. Nach einer Theorie beschreibt Erhaltung die Handhabung einer bedrohten Wildpopulation und Bewahrung den Umgang mit einem florierenden Wildbestand. Ich glaube, es verläuft ein sehr schmaler Grat zwischen diesen beiden Ansätzen. Deshalb müssen wir unsere Herangehensweise kontinuierlich überprüfen und neu justieren, wenn wir die richtige Balance finden wollen.

Die Trophäen-Jagd hat sich eine wichtige Nische erschlossen. Ich hoffe, das wir mit unserem Wildschutzprogramm auch in Zukunft einen gesunden Bestand in Namibia sichern und damit weiterhin Jagdgäste aus aller Welt in unser Land locken können. Schließlich gibt es für die Jagd keinen besseren Platz auf dem Globus als Namibia.

Waidmannsheil!

Diethelm Metzger
NAPHA-Präsident


www.napha.com.na


   
 
   
 
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