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Huntinamibia - Deutsche Ausgabe - Grußbotschaft des Ministers

   
     
 
Allen Trophäen-Jägern, die Namibia als Wunschziel für eine afrikanische Jagd-Safari betrachten, will ich Folgendes versichern: Unsere Regierung wird alles daransetzen, Namibias guten Ruf unter der internationalen Jagd-Gemeinschaft zu schützen und unseren Wettbewerbsvorteil in diesem Bereich zu verteidigen.

Das Kabinett hat vor kurzem ein Moratorium gegen den Import großer Raubtiere und landesfremder Wildarten verhängt und damit einen Schritt getan, von dem die Jagd-Industrie im Lande profitieren wird. Die Regierung hat diese Maßnahme ergriffen, um zum Beispiel die unerwünschte Zucht von Löwen in Gefangenschaft zu verhindern, die unserem Ansehen schaden könnte. Außerdem wollen wir dadurch vermeiden, dass Wildarten in Namibia angesiedelt werden, die hier nicht heimisch sind und deren Vermehrung verheerende Folgen für das natürliche Gleichgewicht haben könnten. Die Trophäen-Jagd hilft dabei, diese Balance zu wahren.

Nach dem Erscheinen der ersten Ausgabe von Huntinamibia vor zehn Jahren hat das Ministerium für Umwelt und Tourismus versprochen, die Rahmenbedingungen für eine effektive Entfaltung der Jagdindustrie in Namibia zu schaffen. Mein Ministerium hat sich ferner vorgenommen, das öffentliche Verständnis dafür zu schärfen, wie wichtig die Trophäen-Jagd für den Erhalt unseres Wildbestands ist. Inzwischen haben wir diese beiden Ziele erreicht.

Dazu haben auch diverse Gesetze beigetragen, die eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen garantieren und diese für künftige Generationen erhalten sollen. Im Rahmen dieser Zielsetung hat das Kabinett vor kurzem beschlossen, Konzessionen für die Trophäenjagd auf Staatsgrund zu vergeben und das Ministerium für Umwelt und Tourismus ist dabei, die Versteigerung und Verteilung dieser Konzessionen vorzubereiten.

Wir sollten alle darauf hinarbeiten, ein Bewusstsein für die wichtige Funktion der Jagd zu schaffen. Namibia nimmt dabei weltweit eine Vorbildfunktion ein und gilt als das Vorzeigeland für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen unter Beteiligung ländlicher Gemeinschaften. Das haben wir neben der kontrollierten Trophäen-Jagd vor allem der Initiative zu verdanken, ländlichen Bewohnern ein Nutzungsrecht über das Wild in ihrem Gebiet zu übertragen und damit Synergie-Effekte zu schaffen.

Während ländliche Gemeinschaften wilde Tiere früher als potentielle Bedrohung empfunden haben, hat nun ein Umdenken stattgefunden, seit die betroffenen Bewohner gegen Bezahlung einzelne Tiere zum Abschuss an Jäger freigeben dürfen und dadurch einen finanziellen Nutzen aus dem Wild in ihrer Umgebung ziehen können. Ohne die Trophäen-Jagd wäre dieser Fortschritt nicht möglich gewesen.

Die Bedeutung der Trophäen-Jagd als Wirtschaftsfaktor kann ebenso wenig unterschätzt werden, wie das Potenzial dieses Gewerbes für Namibia. Dies gilt vor allen in abgelegenen Gebieten, die historisch vernachlässigt wurden. Indem sie Jagd-Konzessionen erhalten und weitergeben dürfen, haben viele der hier lebenden Menschen erstmals eine lukrative Einnahmequelle. Außerdem trägt die Jagd zur Arbeitsbeschaffung in diesen Gegenden bei und ermöglicht es, Problemtiere zu beseitigen bzw. die Population bestimmter Wildarten zu regulieren.

Zwischen 1998 und 2007 sind die Einnahmen aus der Trophäen-Jagd von anfangs 500.000 auf zuletzt über sechs Millionen Namibia-Dollar gestiegen. Mein Ministerium führt in Zusammenarbeit mit ausländischen Experten jährliche Wildzählungen in kommunalen Hege-Gebieten durch, bevor die Anzahl und Spezies der Tiere festgelegt wird, die dort erlegt werden dürfen. Deshalb ist eine nachhaltige Nutzung der Wildbestände garantiert, weil diese Festlegung auf einer wissenschaftlichen Analyse beruht und sehr konservativ ist.

Außerdem wurde gemeinsam mit der Namibia Nature Foundation (NNF) ein Nutzungsplan für seltene und bedrohte Spezies wie Rappen-Antilopen, Elefanten und Büffel erarbeitet.

In den vergangenen zehn Jahren hat mein Ministerium die Trophäen-Jagd sehr genau überwacht. Zur besseren Kontrolle haben wir eine Kartei angelegt, in der alle Einnahmen aus Jagd-Genehmigungen erfasst werden. Die Anzahl Anträge auf Nutzungsrechte können somit mit der genauen Menge tatsächlich erlegter Tiere verglichen und später der Summe ausgestellter Export-Lizenzen gegenübergestellt werden. So können wir den ganzen Prozess in sehr transparenter Weise protokollieren und rekonstruieren.

Das Ministerium wird weiterhin nur Jagd-Anbieter registrieren, die in Namibia sesshaft sind. Namibia ist das einzige Land in Afrika, in dem diese Regelung gilt und dafür gibt es einen guten Grund. Das Ministerium für Umwelt und Tourismus wird hier keine Ausnahmen dulden und somit die Integrität der hiesigen Jagdindustrie schützen. Außerdem wollen wir ethische Jagdmethoden anwenden und hierzulande unbedingt das so genannte „canned hunting“ unterbinden, bei dem Tiere wie Löwen vor dem Abschuss betäubt oder in kleine Gehege verbracht und dort erlegt werden. 

Kein anderer Sektor der Wildnutzung trägt mehr zur Erfüllung unserer Entwicklungsziele bei, als die Trophäen-Jagd. Deshalb ist es zwingend notwendig, das Jagdgewerbe zu schützen und zu fördern.

Ich möchte Huntinamibia zu ihrem zehnjährigen Jubiläum gratulieren und gleichzeitig dafür danken, dass sie die Jagdindustrie in Namibia in dieser Zeit so vorbildlich gefördert hat. Dieses Magazin ist eine große Bereicherung für den hiesigen Jagdsektor und gleichzeitig ein überzeugendes Argument für ausländische Jagd-Gäste, unser Land zu besuchen und hier unser hochwertiges Jagd-Angebot zu nutzen.

Netumbo Nandi-Ndaitwah

Minister für Umwelt und Tourismus
   
 
   
 
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